Viertagesfahrt nach Prag vom 5. bis 8. Sept. 2016

Bericht und Fotos: G.H.

 

Die diesjährige mehrtägige Ausfahrt mit dem Bürgerverein Oldenfelde e.V. fand vom 5. bis 8. September 2016 nach Prag statt. Es war ein Versuch, sich erstmals soweit aus Hamburg zu entfernen und der Organisator hatte leichte Bedenken, ob die lange Busfahrt für die Seniorengesellschaft vielleicht zu anstrengend sein könnte. Dank des freundlichen Fahrers Sebastian von Bösche-Reisen, mehreren Pausen unterwegs und Unterhaltung von früheren Reisen per Video verging die Neunstundenfahrt dann zwar nicht wie im Fluge, aber doch relativ schnell und problemlos.

 

Das Hotel in Prag zu finden, war nicht einfach. Unter einige Brücken Prags passt der Hohe Bus nicht durch. Wir mussten ein Taxi anheuern, das uns zum Quartier etwas außerhalb der Stadt brachte. Nachdem die Zimmer bezogen waren, nahmen  wir gemeinsam das Abendessen ein und legten uns danach zur Ruh.

 

Am Morgen darauf erfolgte die Innenstadtbesichtigung in zwei Gruppen. Der Wettergott meinte es mal wieder gut mit uns und bescherte spätsommerliche Temperaturen. Prag ist wirklich eine Reise wert. Mit über 6 Millionen ausländischen Touristen pro Jahr übertrifft die goldene Stadt an der Moldau – seit 1990 Partnerstadt Hamburgs – die Besucherzahl Venedigs und Florenz. Das erfuhren wir hautnah mit den vielen Touristen, als wir durch die relativ schmalen Straßen, über den Wenzelsplatz und über die Karlsbrücke schlenderten. Immer versorgt mit interessanten Informationen unserer beiden Stadtführerinnen. Über den geschichtsträchtigen Wenzelsplatz, das schöne Rathaus mit seiner astronomischen Uhr, den seltenen jüdischen Friedhof und andere Sehenswürdigkeiten. Mozarts Don Giovanni wurde 1787 in Prag uraufgeführt.

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Die Hamburger waren aber froh, dass sie ihre müden Beine in einer Brauereigaststätte strecken- und sich ausruhen konnten.

 

Im Hotel zurück, hübschte sich die Reisegesellschaft zum Böhmischen Abend auf. Der fand in einer geräumigen Gaststätte statt. Bei im Reisepreis enthaltenen Abendessen und freien – auch alkoholischen – Getränken führte eine in Landestracht gekleidete Dame durch den Abend. Mehrmals unterbrochen von einem in verschiedene Trachten abwechselnd gekleidetes Paar, das typische böhmische Tänze zur Musik einer Zweimannkapelle vortrug. Ein leichter Alkoholpegel trug dazu bei, dass fast alle mitmachten und sich unter Gelächter auf die Tanzfläche wagten. Ein Abend, wie für Oldenfelder Senioren gemacht!

Am zweiten Vormittag besuchten wir in zwei Gruppen die Prager Burg, den Rhadschin. Dort residiert der Präsident Tschechiens und auch der Erzbischof von Prag hat dort sein Palais. Das weiträumige bauliche Ensemble mit dem Veitsdom und anderen schönen Gebäuden aus Sandstein und dem goldenen Gässchen, in dem der Schriftsteller Franz Kafka lebte, nahm beide Gruppen sehr in Anspruch – bis die Füße wieder müde wurden. So freuten sich die Meisten, dass sie in der Stadt eine Kaffeepause machen konnten bevor der Bus sie zurück ins Hotel brachte, wo sich alle auf die Bootsfahrt am Abend vorbereiten konnten.

„Prag bei Dunkelheit von der Wasserseite aus betrachten“ war das Motto, das für den Abend ausgegeben war. Es war sehr treffend gewählt. Nach einem sehr schmackhaften Buffet, das in der Mitte des Schiffes aufgebaut war, unterhielten sich die Teilnehmer oder begaben sich auf das Oberdeck und genossen einen lauen Sommerabend mit Blick auf die beleuchtete Stadt. So endete der zweite Tag genauso ereignisreich und harmonisch wie der erste.

 

Voller schöner Eindrücke der tschechischen Hauptstadt Prag, die im Zweiten Weltkrieg zum Glück kaum zerstört wurde, trat die Hamburger Reisegruppe am vierten Tag die Rückfahrt an. 

Sie dauerte entsprechend lange, aber alle kamen wohlbehalten zu Hause an.

 

Von der Reise ist eine Video-DVD erhältlich.