Mit einer alten Lady unter Dampf - eine Elbtour mit dem Dampfschiff Schaarhörn

K.T.

Eine gute Nachbarschaft ist viel wert. Dadurch entstand die ldee von unserem Redakteur G.H., mal wieder mit dem Damofschiff Schaarhörn eine Fahrt über die Elbe zu machen. Dank der Nachbarschaft mit dem Besatzungsmitglied Hartmut Utesch waren die Details schnell besprochen und die Einladung zur Fahrt noch rechtzeitig im Oldenfelder Blatt veröffentlicht.

 

Der größte Teil der Teilnehmer traf sich dann am Sonntag, dem 25.06.2017 an der U-Bahn Farmsen, von wo es zum eigentlichen Treffpunkt, den Landungsbrücken, ging.

Eines der Musical Shuttle Schiffe brachte die Gruppe auf die andere Elbseite, wo die Schaarhörn bereits unter Dampf wartete.

 

Die Schaarhörn: über 100 Jahre alt, aber immer noch  schön
Die Schaarhörn: über 100 Jahre alt, aber immer noch schön

Pünktlich um 15:00 Uhr legte das Schiff mit Kapitän Stück und der ehrenamtlich tätigen Crew vom Anleger ab und gleichzeitig verschoben sich auch die düsteren Wolken, damit die Sonne auf den Oldtimer mit seinen Gästen scheinen konnte. Vorbei an dem wunderschönen Panorama Hamburgs - an der wegen des G20 Treffens bestbewachten Elbphilharmonie, den Museumsschiffen Cap San Diego und der Rickmer Rickmers und natürlich den immer gut besuchten Landungsbrücken mit der Kuppel des alten Elbtunnels daneben. Darüber am Elbhang das Hafenkrankenhaus, das Tropeninstitut und dem Michel im Hintergrund. Die Schaarhörn wurde bereits 1908 in Hamburg gebaut und hat seit dieser Zeit eine geschichtsträchtige Vergangenheit hinter sich. Sie diente zu Beginn in der Elbmündung als Vermessungsschiff , wurde in den 1970er Jahren nach Schottland verkauft und schließlich 1990 von einer Traditionseinrichtung Altonaer Kaufleute zurückgekauft und auf einem Dockschiff nach Hamburg überführt.

Fünf Jahre wurde die alte Lady im Rahmen von Arbeitsbeschaffungs-Maßnahmen auf der Werft des Vereins ,,Jugend in Arbeit Hamburg e.V." vom Kiel bis zum Flaggenknopf restauriert.

Kommandostand mit Ruder- und Maschinentelegraph
Kommandostand mit Ruder- und Maschinentelegraph

1993 erhielt  der Zweischraubendamofer als erstes Schiff den Status Museumsschiff  in der Hamburger  Denkmalliste. Seit 1995 dampft es wieder und unternimmt Gästefahrten auf der Niederelbe,  durch den Nord-Ostsee-Kanal  und auf der Ostsee. Von der Brücke des Kapitäns bis hinunter in den Maschinenraum  und zu den drei Kesselöffnunoen kann das Schiff besichtigt werden.
Unsere dreistündige Fahrt ging, wie es sich für ein Dampfschiff dieses Alters gehört, gemütlich elbabwärts, vorbei  am modernen Trapez-Bürohaus Docklands, dem Museumshafen Ovelgönne, dem Treppenhang Blankeneses mit dem 75 m hohen Süllberg bis zum Heizwerk Wedel. Nach der Wende kamen das Airbusgelände, die Containerbrücken von Eurogate, Waltershof, dem Burchardkai und die Werften Steinwerders steuerbord in Sicht. Nach dem Passieren der großen Schwimmdocks dann die beiden Musical-Theater "König der Löwen" und "lch war noch niemals in New York". Dicht daneben der Liegeplatz der Schaarhörn. Fasziniert von den vielen  Eindrücken wurden die BVO-Gäste vom Kapitän und der Besatzung standesgemäß mit lautem Hupen des Nebelhorns verabschiedet.
Von der Fahrt gibt es ein 33 minütiges Video, welches für 5,-- € beim Verfasser Tel.: 642 08 555 geordert werden kann.

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